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Reiterkrieger von Niederstotzingen zogen bereits mehr als 11.000 Besucher an: Nachricht

Reiterkrieger von Niederstotzingen zogen bereits mehr als 11.000 Besucher an:

Sonderausstellung „Die Alamannen auf der Ostalb – frühe Siedler im Raum zwischen Lauchheim und Niederstotzingen“ im Alamannenmuseum Ellwangen endet bald

ELLWANGEN (pm) – Bereits 11.200 Besucher haben die Sonderausstellung „Die Alamannen auf der Ostalb – frühe Siedler im Raum zwischen Lauchheim und Niederstotzingen“ besichtigt, die anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Alamannenmuseums bis zum 23. Oktober verlängert wurde. Die bisher größte Sonderausstellung des 2001 eröffneten Museums bietet anhand spektakuläre archäologischer Funde einen umfassenden Überblick über die alamannische Besiedlung im Gebiet zwischen Ellwangen und Nördlingen sowie der Donau zwischen Dillingen und Ulm. Dieser Raum war in alamannischer Zeit nicht nur besonders dicht besiedelt, sondern weist aufgrund des Baumsargfundes von Zöbingen im Jahr 1161 und der ab 1876 freigelegten Grabfunde von Pfahlheim auch die längste Forschungstradition im Alamannengebiet auf. Zu den Highlights der Ausstellung zählen die Funde aus den Reitergräbern von Niederstotzingen im Kreis Heidenheim, die erstmals in ihrer Herkunftsregion zu sehen sind.

Die Ausstellung umfasst im Wesentlichen eine Darstellung der Alamannen im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim, seit den 1970er Jahren zur Region Ostwürttemberg zusammengefasst, im Zeitraum vom Ende der Römerzeit bis in die beginnende Karolingerzeit, also vom 3. bis ins 8. Jahrhundert. Besonders das Phänomen der so genannten Reihengräberfelder als auffällige Grabsitte für fast 300 Jahre in weiten Teilen Mitteleuropas lässt sich an vielen Orten in dem behandelten Gebiet verfolgen. Ihr Ende fällt mit dem Bau der ersten christlichen Kirchen zusammen, weshalb auch die Christianisierung der Region im 6. und 7. Jahrhundert ausführlich beleuchtet wird.

In zwei Teilen wird die Ausstellung im Alamannenmuseum präsentiert, mit einem ersten Teil im Sonderausstellungsraum im 1. Obergeschoss und einem zweiten Teil in der Westhälfte des Dachgeschosses. Hierfür musste ein Teil der ständigen Ausstellung abgebaut werden. Die Erarbeitung des Ausstellungskonzepts erfolgte in enger Abstimmung mit dem seit 2004 bestehenden wissenschaftlichen Beirat des Alamannenmuseums. Zu den Leihgebern der rund 400 ausgestellten Fundobjekte, meistenteils Grabfunde, von der zierlichen goldenen Haarnadel bis zum Langschwert, vom Kleidungsstück bis zum alamannischen Totenbaum, zählen das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz, das Landesamt für Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart sowie die Stadt Heidenheim.

Schwerpunkt der bisherigen Vermittlungsarbeit des Museums waren die Alamannenfunde aus dem zehn Kilometer entfernt gelegenen Lauchheim, wo von 1986 bis 2005 ein ungeahnter archäologischer „Schatz“, nämlich die Hinterlassenschaften des bisher größten Alamannenfriedhofs in Baden-Württemberg samt der zugehörigen Alamannensiedlung mit weiteren wertvollen Grabfunden, geborgen wurde.

Zu der Ausstellung ist ein 192-seitiger, reich bebilderter Begleitband in der Reihe „Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg“ erschienen, der vom Landesamt für Denkmalpflege zusammen mit der Stadt Ellwangen herausgegeben wurde und im Alamannenmuseum zum Preis von 7,90 Euro erworben werden kann. Außerdem ist im Alamannenmuseum eine Postkartenserie zu der Ausstellung erhältlich. Die von der Ellwanger Grafikerin Christina Faber gestalteten großformatigen Kunstpostkarten mit den Motiven „Bügelfibeln“ und „Goldscheibenfibel“ kosten einzeln 1,50 Euro, im Zweierset 2,00 Euro.

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße
973479 Ellwangen

Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749

alamannenmuseum@ellwangen.de

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