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Amulett und Rosenkranz - Alpenländisches Flair gehört traditionellerweise zur Kunst & Antiquitäten München Nachricht

Amulett und Rosenkranz - Alpenländisches Flair gehört traditionellerweise zur Kunst & Antiquitäten München

 „Es ist diese archaische Einfachheit, die mich immer wieder an den alpenländischen Möbeln fasziniert.“, sagt Roderich Pachmann, der  auf ausgewähltes Kunsthandwerk vom 16. bis 19. Jahrhundert spezialisiert ist und seit Jahren auf der Kunst & Antiquitäten München ausstellt. Was der Münchner Kunsthändler meint, ist an einem spätgotischen Tiroler Tisch aus dem 16. Jahrhundert nachvollziehbar, den er Ende Oktober auf der 85. Kunst & Antiquitäten München präsentieren wird. Ein puristischer Tisch von funktionaler Konstruktion, die Designinteressierte begeistern wird.  Aber mit einer Patina auf dem Zirbelkieferholz, die ihm eine unvergleichlich warme, vorindustrielle  Ausstrahlung  verleiht.

Kunst und Antiquitäten

Kunsthandwerk und Möbel aus dem Alpenraum,  Volkskunst und Brauchtumsgerät  aus Bayern gehören traditionellerweise zum Angebot der Kunst & Antiquitäten München.  Sie geben dem „Nockherberg“, wie Süddeutschlands größte Regionalmesse ihrer Art unter Kennern kurz genannt wird, im Reigen der Münchner Antiquitäten-Messen ein unverwechselbares Profil und bringen alpenländisches Flair auf diese Messe. Sagen wir es offen: die holzgetäfelte Zirbelstube hat ausgedient. Alpenchic und der Charme ländlicher wie bäuerlicher Antiquitäten aber  haben  Konjunktur. Sie faszinieren Innendekorateure und Antiquitätenliebhaber ebenso wie Sammler.

Eine der besten Adressen für  reich bemalte Bauernschränke aus dem Tölzer Land oder aus dem Mangfallgau ist der Kunsthandel  Hans-Jörg Sievert. Sieverts Angebot verrät aber auch ein großes Gespür für  außergewöhnliche Stücke aus dem ländlichen Alltag, seien es die kantigen und doch fein verzierten, bäuerlichen Ledertaschen und Körbe aus dem Dachauer Land , Schnitzereien aus dem Grödner Tal oder bunten  Wismustkästchen aus dem 16. Jahrhundert, die vor 500 Jahren als Mitbringsel von Wallfahrten populär waren. Mehr Artefakt als Einrichtungsgegenstand ist zweifellos eine spartanische, alpenländische Wirtshaus-Anschreibetafel aus dem 17.  Jahrhundert .

Den Reiz ländlicher Keramik kann man bei Herold Neupert  erleben, der neben einem klassizistischen, ungefassten Aufsatzschrank aus dem Pinzgau die wegen ihrer kräftigen Farben begehrte Kröninger Keramik aus dem Landshuter Raum anbietet. Seltenheitswert hat hier eine außergewöhnlich große Schale mit gespritzten, ockerfarbenen Flecken.

Kunst und Antiquitäten

Längst nicht mehr nur aus religiösen Gründen interessieren  Rosenkränze, Klosterarbeiten und Votivtafeln, die vor allem für das katholische Süddeutschland typisch sind. In ihnen paart sich der Phantasiereichtum der sogenannten Volkskunst mit oft verblüffender  gestalterischer Naivität zu künstlerischen Kleinodien, die das Gefühl ansprechen und doch weit entfernt sind von jeglicher Rührseligkeit. Sie gehören zum ständigen Angebot bei Karl-Heinz Hiermeier, der  zudem Bauernsilber, Milchkrüge und als eines seiner Highlights eine prächtige Kupfermodel aus dem späten 17. Jahrhundert mit dem äußerst seltenen Fischblasen-Dekor am Rand bereit hält. Wie nah Religiosität und Aberglauben beieinanderliegen, das verdeutlicht eine kleine Sammlung süddeutscher  Amulette aus dem 17. Und 18. Jahrhundert bei  Peter Prechtl. Die oft in Silber gearbeiteten, mit Achat, Koralle  oder Muschelstein versehenen  Anhänger dienten der Abwehr von Fieber, Unglück und bösen Blicken und hingen nicht selten zusammen mit einem kleinen Kreuz am Rosenkranz.

Kunst und Antiquitäten

Zum weitgefächerten  Angebot an alpenländischem Kunsthandwerk zählen weiterhin die hoch geschätzten Hinterglasbilder  aus der Region um den Staffelsee, darunter Exemplare aus der legendären Künstlerfamilie Geege aus Seehausen, aber auch Spanschachteln mit so erbaulichen Sprüchen wie „Gottes Güt und Treu ist alle morgen neu. Amen“ sowie Scherzkrüge, Charivaris oder  die oft mit kleinen scherzhaften Szenen dekorierten Email-Glasflaschen.  Eines der schönsten Exemplare hält Roderich Pachmann bereit. Die eine Seite zeigt eine Maus und eine Schäferin, deren innigster Wunsch auf der Rückseite der Flasche zu erfahren ist: „Ach Mutter, einen Mann!“

(85. Kunst & Antiquitäten München, 22. bis 30. Oktober 2011, Festsaal des Paulaner am Nockherberg, München, Hochstraße 77. Tägl. geöffnet von 11 bis 19 Uhr, Mittwoch bis 21 Uhr. Eintritt: 9 Euro, erm. 6 Euro, www.kunst-antiquitaeten.de)

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